Wenn man seine Geschichte findet

Während ich parallel an der Überarbeitung für eine Anthologie arbeite, in der eine Kurzgeschichte von mir nächstes Jahr erscheinen darf, und die Vorbereitungen für die Veröffentlichung von „Die Zweite Seele“ laufen, schreibe ich fleißig an meinem Dark-Fantasy-Projekt.

14.000 Wörter sind es schon (ca. 70 Seiten) und wie ich es meist handhabe, habe ich einen Plan. Er ist nicht bis ins kleinste Detail ausformuliert, aber er bildet den Rahmen in dem ich meine Geschichte webe, und deswegen halte ich mich meist daran. Dann passiert es allerdings, manchmal, dass man in eine Szene schlittert in der die eigenen Charaktere plötzlich Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die sich ganz logisch anfühlen, die zu dem Charakter – aber eben nicht dem Plan – passen. Und mit einem Male wird aus einem unwichtigen Nebendarsteller, über dessen Namen man sich bisher nicht einmal Gedanken gemacht hatte, eine zentrale Figur. Und es passt. Es passt einfach perfekt zu den Charakteren, zu ihrer Entwicklung und ihrem Wesen. Außerdem verdrahtet es die Szenen viel stärker miteinander, macht aus losen Situationen eine stringente Geschichte. Den Plan muss ich jetzt etwas ändern, aber ich glaube es wird sich lohnen.

Wenn der Roman nächstes Jahr erscheint (*hüstel*) und dann irgendwann verfilmt wird (*hüstel hüstel*) und ich in einem Interview erzähle, dass „William“ eigentlich nur kurz am Rande einer Szene als „der Junge“ erwähnt werden sollte, bevor er in das Rampenlicht gezerrt wurde, wird das Staunen groß sein.

Es macht wirklich Spaß seinen Charakteren bei der Entfaltung zu helfen und zuzusehen.

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