Weltenbau – Die Orangenmethode

Heute mal ein völlig anderer Beitrag, der sich hauptsächlich an Autoren oder Rollenspieler richtet, an jene, die ihre eigenen Welten erschaffen.

Es geht dabei um einen konkreten Aspekt: Wie erzeuge ich eine interessante Landmasse. Um einen möglichst interessanten Kontinent oder einzigartige Inseln zu erzeugen, gibt es eine ganze Reihe Techniken, und diesen Winter habe ich eine Neue gefunden, die ich mit euch teilen möchte. Dabei geht es vor allem darum, wie man eine Landmasse designen kann, die einladend wirkt und Neugier erzeugt, und die den Betrachter nicht an Afrika oder Australien erinnert.
Darüber, wie man einen solchen Kontinent oder eine Insel füllt, wo die Berge, Wälder und Flüsse sein sollte und wo sich Städte bilden, könnte man wiederum stundenlang referieren. Ich beschränke mich auf den Umriss, die Form meiner Welt.

Die Orangenmethode

Wonach sieht das für dich aus? Richtig, eine Orangenschale an einem Stück.

Genau genommen, war das eine Mandarine. Bei den kleineren Früchten ist es, meiner Erfahrung nach, leichter die ganze Zitrusfrucht in einem Stück zu schälen, und das kann dann so aussehen wie hier.

 

 

 

Oder so … oder so … (bei der einen ist ein Stückchen abgerissen, funktioniert auch)

 

 

 

Warum zeige ich euch diesen Kompost und schmeiße ihn nicht weg? Weil mich diesen Winter eine solche Schale inspiriert hat zu einer Inselzeichnung wie dieser hier:

Es fehlt noch das ganze Innenleben, aber es sieht schon irgendwie interessant aus. Freihändige Inseln sehen oft zu rund oder zu rechteckig aus, wirken dadurch langweilig oder unnatürlich. Wenn man aber einfach eine Orange an einem Stück schält (wie gesagt, Mandarinen gehen meistens leichter) bekommt man ein ziemlich zufälliges Ding. Und daraus kann man viel machen.

 

 

Zum Beispiel sowas:

Sieht doch nach einer spannenden Welt bzw. Insel aus, oder? Da schlägt mein Autorenherz gleich höher. Was da alles passieren könnte …

 

 

 

 

 

Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Man versucht einfach eine Zitrusfrucht an einem Stück zu schälen, dabei seine „Arbeitsrichtung“ immer mal wieder zu wechseln, und erhält – hoffentlich – einen coolen, einzigartigen Umriss für seine Welt. Und wenn der einem nicht gefällt, schält man sich halt noch eine Mandarine. Sind immerhin gesünder als Chips beim Weltenbau, stimmt’s?

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